Rückblick und Vorschau

Michael Hedwig | Andy Chicken | Wolfgang Pavlik

Jubiläumsausstellung in der Spitalskirche Lienz, zum 60. Geburtstag von Michael Hedwig.

 

Eröffnung: Di. 01. August 2017, um 19 Uhr

 

Es spricht: Dr. Elisabeth Larcher, Kunsthistorikerin, Absam, Tirol

Eröffnung durch DI Elisabeth Blanik, Bürgermeisterin der Stadt Lienz

 

Ausstellungsdauer: 02. bis 19. August 2017. Öffnungszeiten: Mo - Fr.: 10.00 - 12.00, 15.30 - 18.30 und Sa.: 09.00 - 12.00

 

9900 Lienz, Spitalskirche, Kärnter Straße 8

RÜCKBLICK UND VORSCHAU

Am 3. Februar 1957 wurde Michael Hedwig in der Friedensiedlung in Lienz als neuntes von zehn Kindern geboren. Die Mutter, Rosina Hedwig, geb. Mair, verw. Fercher, stammt aus Debant (Walker). Der Vater, Michael Hedwig. stammt als Siebenbürger Sachse aus Siebenbürgen/Rumänien. Nach der Volksschule Süd und der Hauptschule Nord besuchte Michael Hedwig das Musisch Pädagogische Realgymnasium in Lienz. Die Familie verlegte in der Zwischenzeit den Lebensmittelpunkt nach Dölsach. Nach einer zweijährigen Sinnkrise, ausgelöst durch den plötzlichen Tod des älteren Bruders, übersiedelte Michael Hedwig, siebzehnjährig, 1974 nach Wien. Er studierte von 1974 bis 1980 Malerei in der Meisterschule  Prof. Anton Lehmden an der Akademie der bildenden Künste Wien und erhielt dort ab 1985 einen Lehrauftrag. 1986 gewann er den Österreichischen Graphikwettbewerb in Innsbruck. Nach Lehmdens Emeritierung wechselte Hedwig 1998 als Assistent von Prof. Gunter Damisch in den Bereich Grafik und druckgrafische Techniken, wo er heute, als Assistenzprofessor, die Tiefdruckwerkstatt leitet. Sein Atelier befindet sich im 6. Bezirk in Wien.

Wie ein roter Faden ziehen sich Körper und Körperlichkeit in variierenden Konstellationen, Facetten, Realisationsformen und Zustandsweisen durch sein Werk.

Neben einer friesartigen Zeichnung und einem druckgrafischen Faltbuch, jeweils zu/mit Texten der Autorin Karin Peschka, zeigt Michael Hedwig in der Spitalskirche eine Auswahl aktueller Leinwand-Bilder.

 

1974 lernten sich der 1952 in Bozen/Südtirol geborene Andy Chicken und Michael Hedwig bei der Zulassungsprüfung an der Akademie der bildenden Künste Wien kennen und sie studierten in der Folge in der Meisterschule Prof. Anton Lehmden. Bereits während der Studienzeit war Andy Chicken für Michael Hedwig wichtiger Impulsgeber für dessen künstlerische Reflexion transpersonaler Konzepte.

 1983 bis 1987 fanden sie sich bei gemeinsamen  Musikprojekten wie „Earfuck“ mit Markus Gstrein (+) und „Laut Vereinbarung“ mit Elisabeth Asenbaum, Markus Gstrein (+), Fritz Ruprechter und Martin Tiefenthaler. Im November 2016 kam es zu einem „revival“ anlässlich einer Präsentation der KünstlerInnengalerie „REM“ bei der Andy Chicken Gründungsmitglied war. Neben seiner therapeutischen Praxis, die Andy Chicken in Wien betreibt, ist er als Lehrtherapeut für integrative Gestalttherapie am IGWien und an der Sigmund Freud Privatuniversität tätig.

In der Spitalskirche Lienz zeigt er u.a. Künstlerbücher, "Das Konzept der Inflation und Zweckentfremdung", die in den Jahren 1978 bis 2015 entstanden sind. Mit dem Medium des Buches wird ein sehr universales Thema durchgespielt: die Konstante im Wandel – wie in der Vervielfältigung das Bleibende auftaucht und die Polarität von Ruhe und Bewegung nur der Kontrast zwischen zwei Geschwindigkeiten ist.

http://www.chickenpage.at

 

Wolfgang Pavlik, 1956 in Wien geboren, und Michael Hedwig lernten sich ebenfalls in der Meisterschule Prof. Anton Lehmden kennen wo Pavlik von 1978 bis 1985 studierte. Sein Werk eint eine Form der Betrachtung durch Verzögerung. In den Arbeiten werden Bilder in Bildern geschaffen. Das Sujet wird gebrochen, für den Blick auf das Tatsächliche.

Wolfgang Pavlik betreibt neben seiner Malerei, gemeinsam mit seiner Frau, der Künstlerin Antonella Anselmo, die Ausstellungsplattform "art united" in Wien.

Michael Hedwig konnte bei „art united“ 2015 sein druckgrafisches Faltbuch „Sterntaler“ in der Reihe „artists books“ zeigen. Weiters gab es dort im Oktober 2015 die von Michael Hedwig kuratierte Ausstellung „printed“, eine Präsentation der Tiefdruckwerkstatt der Akademie der bildenden Künste Wien, mit Radierungen von 30 KünstlerInnen.

2015 war Wolfgang Pavlik bei der 56. Biennale von Venedig, in der Ausstellung "Personal Structures", im Palazzo Mora vertreten.

In der Spitalskirche Lienz zeigt er die Bildserie "Living Poets", dabei bleiben Auswahl und Anzahl der Werke variabel.

http://www.artunited.at/?p=693

http://wolfgangpavlik.yolasite.com